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Hohe INTERREG-Förderung für Deutsch-Dänische Berufsausbildungen
Altenpflegehelfer, Krankenpfleger/innen und weitere Ausbildungsberufe sollen künftig leichter auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze ihre Ausbildungen machen und arbeiten können. Zwei Projekte für Berufsausbildungen erhielten jetzt eine Zusage über etwa 670 Tsd. Euro EU-Fördermittel.
Künftig soll es für Schüler an den Berufsschulen in Schleswig-Holstein und Dänemark leichter werden, beispielsweise einen Ausbildungsplatz im anderen Land anzunehmen oder die Ausbildung zum Altenpfleger/in für die Arbeit in beiden Ländern anerkannt zu bekommen.
Ein gemeinsamer deutsch-dänischer Ansatz auf dem Gebiet der Berufsausbildung ist nämlich Dreh- und Angelpunkt für zwei neue Projekte, die gestern Fördermittel vom INTERREG-Ausschuss bewilligt bekommen haben. Die Projekte „Dual Plus“ und „Competence to go“, hinter denen u.a. regionale Berufsschulen und Akademien für Gesundheits- und Sozialberufe stehen, haben die Mittel zur Förderung einer erhöhten Mobilität der Schüler/innen, zu Optimierung und Abgleich der Ausbildungen in beiden Ländern und für die Beseitigung von bürokratischen Barrieren erhalten.
„Gerade im Ausbildungsbereich gibt es offensichtliche Vorteile für die Zusammenarbeit auf beiden Seiten der Grenze. Die Schüler erlangen mehr Kompetenzen und Erwerbsmöglichkeiten und die Arbeitgeber der Region werden es einfacher haben, passende Arbeitskräfte zu rekrutieren“, sagt Kristian Grønbæk Andersen, dänischer Vorsitzender des INTERREG-Ausschusses.
Insgesamt erhielten acht Deutsch-Dänische Projekte auf der Sitzung des INTERREG-Ausschusses in Apenrade die Zusage über Fördermittel in Höhe von rund 3,5 Mio. Euro. Die Projekte behandeln ein breites Spektrum an Themen wie erneuerbare Energien, Nutzung von Bioabfällen, kulturelles maritimes Erbe, Gesundheit und Tourismus. Die Fördermittel stammen aus dem EU-finanzierten Förderprogramm INTERREG 4A Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N.
Wegen der sehr hohen Anzahl an eingegangenen Anträgen ist die Behandlung von weiteren Projekten auf eine außerordentliche Sitzung im März 2012 verschoben worden. Das erfreulich große Interesse für das Programm bedeutet damit gleichzeitig, dass in der restlichen Laufzeit bis Ende des Jahres 2013 nur begrenzt Fördermittel für neue Projekte übrig sein werden.
Das Gremium bewertete die große Resonanz und die hohe Qualität der Kooperationsprojekte als Beleg dafür, dass das INTERREG-Programm ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung unserer Region ist, und dass alle Anstrengungen unternommen werden sollten, es auch nach 2013 fortzuführen.
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